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Thema: Welche Comics habt ihr heute gelesen? - Der große Review-Thread

  1. #6126
    Mitglied Avatar von berlepsch
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    Fables scheint es auf deutsch nur als Softcover zu geben?

  2. #6127
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    Zitat Zitat von berlepsch Beitrag anzeigen
    Fables scheint es auf deutsch nur als Softcover zu geben?
    Yes, Sir!
    VERKAUFE COMICS
    (US, Superhelden, Frankobelgisch, Graphic Novel, ganze Serien)


  3. #6128
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    Zitat Zitat von God_W. Beitrag anzeigen
    Na dann leg doch los!
    Du bist mit deinem Nerdraum fertig? Magst bei mir weitermachen
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  4. #6129
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    Ja, zumindest fast.

    Keine Zeit, muss Comics lesen.
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  5. #6130
    Mitglied Avatar von Comic_Republic
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    Zitat Zitat von God_W. Beitrag anzeigen
    Ja, zumindest fast.

    Keine Zeit, muss Comics lesen.
    Ja, das dachte ich mir schon... Ausreden. Wo ich auch hinschaue, Ausreden
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  6. #6131
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    Und darüber schreiben.

    Eine zweite Chance – Teil 2 (DC Comics Graphic Novel Collection 115)



    In diesem zweiten Band arbeitet Batman weiter daran den jungen Jason Todd als Robin Nummer zwei auf Spur zu bringen. Der ist verständlicherweise noch oft, von Ärger und Zorn gelenkt, etwas ungestüm unterwegs, zeigt aber auch wirklich sehr gute Anlagen. So wird mir der Junge im Laufe der Stories doch immer sympathischer, auch wenn ich wohl nie ein großer Robin-Fan werde, denn mir ist Batman als einsamer Streiter, mit einigen Unterstützern im Hintergrund, einfach lieber.

    Dennoch gefallen die Geschichten in diesem Band schon mal optisch zumeist ziemlich gut, klar bei Legenden wie Aparo und Breyfogle, aber auch inhaltlich wird viel Abwechslung geboten. „Der Klang der Stille“ ist nicht nur für Kiss-Fans ein guter Einstieg, „Masahiko Taharas Geist“ ist schon allein wegen dem asiatischen Touch und dem leicht gruselig angehauchten Museumsthema ein Highlight für mich gewesen, bevor es in „Opfer“ richtig dramatisch und sozialkritisch wurde. Okay, Millennium war dann schon sehr trashig und der Aufhänger ziemlich and den Haaren herbeigezogen, „Die ganze Wahrheit“ war cool, weil Nightwing und Robin zusammengebracht wurden und hinten raus gab’s dann endlich Breyfogle am Zeichenstift und mit dem Pinguin einen weiteren meiner liebsten Antagonisten zu bestaunen, was hätte da schon schief gehen sollen?

    Als Classic hat Eaglemoss diesmal das erste Solo-Abenteuer des Wunderknaben dazu gepackt (Star Spangled Comics #65 ), auch mal schön zu sehen. Zusammengefasst also wieder eine runde Sache mit guter Durchschnittskost und zwei Highlights.

    6,5-7/10

    VG, God_W.
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  7. #6132
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Neben der aktuellen Aufarbeitung von Bänden, die ich bereits vor einigen Monaten gelesen habe muss ich jetzt einfach mal was Aktuelles einschieben. Gerade vergangene Woche beendet hat mich der Band enorm geflasht und bewegt mich noch immer.

    Eternauta



    Manchmal gibt es Comics, die suchst Du Dir nicht aus, nein der Comic sucht Dich aus. Okay, das ist jetzt vielleicht ein bisschen zu hochtrabend ausgedrückt, aber zum „Eternauta“ bin ich wirklich über einige Ecken und mehr durch Zufall gekommen, als dass ich mir bewusst vorgenommen hätte den irgendwann mal zu lesen. Am Anfang war meine kleine Obsession für alles, was mit H. P. Lovecraft zu tun hat. Diese führte mich nach einiger Zeit unweigerlich zum „Lovecraft“-Band von Meister Alberto Breccia. Auf meine kleine Rezi zu dem Band hat der gute excelsior aus dem PFF verlauten lassen, dass er Breccias „Eternauta“ hervorragend fand. Nun ja, auf excelsiors Empfehlungen kann man sich in der Regel verlassen, also setzte ich mir den Band mal auf die Merkliste, der den Titel „Eternauta 1969“ trägt. Allerdings habe ich den Comic immer mal wieder auf die lange Bank geschoben und als es dann endlich so weit war, dass ich mir den zulegen wollte musste ich feststellen, dass „Eternauta 1969“ ja lediglich eine Art Remake eines älteren, und deutlich umfangreicheren Werkes ist. Zum Glück macht der avant-verlag keine halben Sachen und hat beide Bände in prächtiger Aufmachung ins Programm genommen. Den „Eternauta“ in einer knapp 400 Seiten starken Gesamtausgabe im hochwertigen Hardcover, welches passend in Querformat gestaltet wurde, und den späteren „Eternauta 1969“, der optisch von Alberto Breccia in Szene gesetzt wurde, im gleichen Format wie sein Lovecraft Band.


    Der ab 1957 erschienene Eternauta von Autor Hector Germán Oesterheld und Zeichner Francisco Solano López ist in Argentinien so etwas wie nationales und politisches Kulturgut. Weshalb das so ist, darauf will ich später noch kurz eingehen, jetzt aber dazu was einen erwartet, wenn man ganz unbedarft rangeht und einfach nur die Geschichte liest, denn selbst ohne großartige Vorkenntnisse merkt man ganz schnell, dass man hier einen großen Klassiker in Händen hält. Nicht nur deshalb, sondern auch wegen dem ein oder anderen Spoiler würde ich deshalb empfehlen die ersten 24 Seiten des Buches, also die Einleitung mit der Entstehungsgeschichte und der Erläuterung der politischen Relevanz des Comics, erst im Nachhinein zu lesen.

    Es ist ein beschaulicher Abend des Jahres 1957 in einem Vorort von Buenos Aires. Es ist bereits spät geworden und die Häuser in der Straße sind bereits dunkel, alle bis auf eines, in dem noch ein Fenster erleuchtet ist. Dort sitzt ein talentierter Comic-Zeichner an seinem neusten Werk, als plötzlich etwas Unglaubliches geschieht. Ihm gegenüber materialisiert wie aus dem Nichts eine Person, ein Mann mit einem traurigen Gesichtsausdruck, abgekämpft und müde von einer sehr sehr langen Reise, einer Odyssee wie sie abenteuerlicher kaum sein kann. Kurz darauf beginnt dieser Reisende, der sich selbst als „der Eternauta“ vorstellt, dem Comicschaffenden seine außergewöhnliche Story zu erzählen.


    Der Eternauta lebte ein recht gutes Leben, ebenfalls in einem kleinen Vorort von Buenos Aires. An einem ungewöhnlich kalten Winterabend saß er mit seinen Freunden, wie so oft, im kleinen Chalet, einem Anbau seines Hauses, einer Art Hobbyhöhle, als etwas für Buenos Aires sehr Ungewöhnliches geschieht, es beginnt zu schneien. Allerdings ist dieser Schneefall kein normales Wetterphänomen, denn alles Leben welches mit den weißen Flocken in Berührung kommt vergeht sofort. Jeder Mensch auf der Straße, jedes Haus mit geöffnetem Fenster, jedes Fahrzeug in dem die Belüftung läuft, also nahezu die gesamte Bevölkerung fällt dem Tode anheim. Nur durch Zufall bemerken die Freunde und die Familie, Frau und Tochter des Eternauta, rechtzeitig was draußen vor sich geht und es gelingt ihnen das Haus hermetisch abzudichten, um so die Nacht zu überleben.


    Die Schneefälle dauern an und schnell wird den Eingeschlossenen klar, dass sie herausfinden müssen was los ist, und sich ebenso mit Lebensmitteln und Frischwasser eindecken sollten. Aus Taucheranzügen und Filtern werden also improvisierte Schutzanzüge hergestellt, um nach draußen zu können. Ein Radiosignal, offenbar aus Paris, verdeutlicht, dass es sich wohl nicht um ein lokales Phänomen in der Nachbarschaft handelt, sondern um eine globale Katastrophe epischen Ausmaßes. Als dann auch noch große Leuchtkörper vom Himmel sinken und die Freunde auf ihrer Expedition nach Vorräten auf feindlich gesinnte Riesenkäfer stoßen ist es klar, es handelt sich um eine groß angelegte, außerirdische Invasion und der Todesschnee war lediglich die erste Angriffswelle.



    Was daraufhin in der wunderbar atmosphärischen Kulisse des verschneiten Buenos Aires beginnt ist ein absolutes Science-Fiction Sahnestück. Die Inszenierung der globalen Alien-Invasion ist dermaßen spannend und abwechslungsreich aus der Sicht dreier „normaler“ Männer mit gänzlich unterschiedlichen Fähigkeiten und Charakterzügen geschildert, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. So viele überraschende Einfälle und Wendungen, Ideen die 1957 sicher frisch und neu waren, auch wenn wir sie heute auf verschiedenen bekannten Werken der Popkultur wiedererkennen, ja der Eternauta scheint wahrlich ein Vorreiter seiner Zunft gewesen zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es reiner Zufall ist, dass Paul Verhoeven seine Käferarmee in Starship Troopers, die noch dazu telepathisch verbunden ist und somit zentral gesteuert wird, als erste Stadt auf der Erde Buenos Aires zerstören lässt.


    Dazu spürt man förmlich die kritischen und politischen Untertöne, die das aktuelle politische Umfeld geschickt aufgreifen, wie es bei guter Science-Fiction aus den 60er und 70er Jahren in den Kinos so häufig der Fall war, selbst wenn man mit der Geschichte Argentiniens nicht sonderlich vertraut ist, oder den Stellenwert des Werkes bereits kennt. Das führt mich zum zweiten großen Punkt, weshalb der Band einfach ein Must Read ist, wenn man mit Sci-Fi oder Endzeitstories auch nur im Entferntesten etwas anfangen kann. Fast schon prophetisch beschwört der Autor hier einen Teil seiner eigenen, späteren Zukunft unter der Militärjunta in Argentinien herauf, wo Zensur und Gewalt gegen das Volk an der Tagesordnung war. So liest sich alleine die Einleitung dieses Bandes spannender und tragischer als viele reißerische Novellen.

    Hector Oesterhelds Töchter waren, junge, intelligente und bildhübsche Frauen, die mit einem freien Geist erzogen wurden, und so war es nicht verwunderlich, dass sie sich einer Gruppierung anschlossen, die sich gegen das Regime auflehnten und neben oppositionellem Protest auch radikalere Aktionen durchführten. Überall auf der Welt entstehen solche Bewegungen, wenn einem unterdrückten Volk eine junge, schulisch gebildetere und mutige, idealistische Jugend entwächst, man denke nur an den arabischen Frühling in den 2010er Jahren. Diesem idealistischen Kampf seiner Töchter schloss sich Hector Germán Oesterheld, trotz der Sorgen und Ängste seiner Frau an und wurde 1977 schließlich inhaftiert. Es ist verbrieft, dass ihm während seiner Haftzeit in verschiedenen Einrichtungen nach und nach die Leichen seiner vier Töchter gezeigt wurden, die der Militärjunta zum Opfer fielen. Auch, dass ihm ein Enkel, quasi als Drohung, in einem Gefängnis kurzzeitig an seine Seite gesetzt wurde, um Oesterheld davor zu warnen weiter gegen die Junta aufzubegehren.


    Irgendwann hören die Informationen zu Oesterhelds Inhaftierung auf. Ich kann mir den Schmerz des Mannes ob seiner vier toten Kinder gar nicht ausmalen und will das auch nicht. Seine Frau hat noch Jahrzehntelang versucht Hectors Verbleib untersuchen zu lassen. Er oder seine Leiche wurde niemals gefunden. Der Eternauta, mit seinem Kampf gegen eine übermächtig erscheinende Macht und seiner ewigen Suche durch die Zeiten ist also ein Vermächtnis, eine Metapher und eine Art vorgegriffenes Zeitzeugnis. Wahrhaft außergewöhnlich, sowohl was den Schreibstil, die Metaebene, und das hervorragende Artwork angeht, aber auch in der Art und Weise wie das Werk auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung weiter politisiert wird und von verschiedensten Gruppen für ihre Zwecke eingesetzt. Da werden sogar Gesichter von argentinischen Präsidenten in die Tauchermaste des Eternauta hineinkopiert! Ob das dem Werk gerecht wird und im Sinne des Erschaffers ist, oder den Nutzern einfach durch die Popularität des Werkes und seiner Subbotschaften zu Gute kommt sei mal dahingestellt, auf jeden Fall wird der Eternauta so schnell nicht in Vergessenheit geraten, schon gar nicht in Argentinien und sicher auch nicht von mir.

    9,5/10



    Jetzt bin ich aber doch sehr gespannt auf Oesterhelds spätere Neubearbeitung des Stoffes, die er zusammen mit Alberto Breccia 1969 vornahm, und wohl leider vorzeitig und überhastet nach gut 50 Seiten zu einem Ende bringen musste.

    VG, God_W.
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  8. #6133
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    Mutantenwelt Gesamtausgabe (Splitter)



    Die phantastische Welt des Richard Corben 5 – Mutantenwelt (Carlsen)
    &
    Die phantastische Welt des Richard Corben 6 – Der Sohn der Mutantenwelt (Carlsen)




    Die prächtig gelungene Gesamtausgabe des Splitter Verlags habe ich zum Anlass genommen mir mal wieder eine ordentliche Portion Corben einzuverleiben. Mutantenwelt und Sohn der Mutantenwelt sind zuvor schon bei Carlsen im Rahmen der Reihe „Die phantastische Welt des Richard Corben“ erschienen. Dort allerdings noch in zwei Alben, die ich durch einen glücklichen Zufall ebenfalls hier stehen habe. So konnte ich die alte und die neue Übersetzung ebenso direkt vergleichen, wie auch die Kolorierung, die für die Gesamtausgabe von Corbens Tochter überarbeitet wurde, das betrifft allerdings lediglich Band zwei, also Sohn der Mutantenwelt. Um es gleich zu sagen: Auch wenn das Ganze jetzt als Gesamtwerk viel mehr wie aus einem Guss wirkt, so hat die alte Farbgebung mit ihrem etwas realistischer geratenen Style doch auch etwas für sich. Auch bei der Übersetzung vermag ich keinen Favoriten auszumachen, haben doch beide Varianten Passagen, die mir in ihrer jeweiligen Version besser gefallen, gut lesbar und stimmungsvoll sind also beide.



    Corbens Artwork ist mal wieder wunderbar.



    Braucht jemand, der die Carlsen Alben hat also unbedingt die Splitter Gesamtausgabe? Von meiner Warte aus nicht zwingend, wie ich meine. Klar hat die Gesamtausgabe einige Vorteile: Sie ist etwas (nicht viel) größer, was bei Corbens wunderbarem Artwork selbstredend ein Vorteil ist, das Bonusmaterial in Form von einer Cover- und Art-Galerie, sowie Vorworten von Strnad und Corben und einer kommentierten Fotostrecke als Making-of-Teil umfasst immerhin 20 Seiten und ist wirklich informativ und schön anzuschauen. Also ein absoluter Corben-Geek braucht das Teil natürlich, aber wer nur die Story mit ihren Zeichnungen genießen will, dem reicht auch die alte Ausgabe, nur für die teilweise Neukolorierung und das minimal größere Format braucht man die Neuausgabe nicht, zumal die Übersetzung zwar leicht anders, aber nicht großartig besser ist. (meine Meinung) Hier mal ein direkter Vergleich, oben die alte Kolorierung nebst alter Übersetzung, unten die neue Gesamtausgabe von Splitter:




    Zur Geschichte selbst? Die bietet wirklich alles was das Corben-Herz begehrt. In einer postapokalyptischen Welt kämpft ein muskelbepackter, aber geistig äußerst einfach gestrickter Mutant gegen allerlei Bösewichter, Monstren und irre Wissenschaftler. Auch die üppig gebaute Damenwelt kommt bei diesem Endzeit-Trashfest mit Horror-Elementen natürlich nicht zu kurz. Dennoch liegt ganz viel Fokus auf dem Protagonisten, der einem wirklich ans Herz wachsen kann, was sicherlich der sogenannten „Strnadifizierung“ zu verdanken ist. Denn Jan Strnads Schreibstil passt zu Corbens Ideen und Bildern wie die Faust aufs Auge, das hat man schon bei den „Neuen Geschichten aus Arabischen Nächten“ gemerkt. So auch hier, wo Strnad erst recht spät zum Projekt dazugekommen ist. Da hat echt zusammengefunden was zusammengehört. Der zweite Teil, „Sohn der Mutantenwelt“ bietet dann tatsächlich etwas weniger Tiefgang, dafür mehr Action und Schlachten mit einem Feeling irgendwo zwischen Mad Max und Walking Dead. Vollkommen zurecht ein großer Genre-Klassiker.

    9/10

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  9. #6134
    Mitglied Avatar von dino1
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    Hmm, da bin ich ja froh über die Carlsen Ausgabe, finde die neue Colo weniger gelungen da viel zu Mainstream und nicht den Geist des Meisters atmend. Sagt mir gar nicht zu. Danke für den Vergleich, hatte mit spekuliert, aber das muss ich mir nochmals überlegen.

  10. #6135
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    Diese zwanghafte an gedeckte Farbtöne angepasste, der Realität so nahe sein möchten kotzt mich an! Nicht 1 neue Kolorierung ausser bei Jackie Kottwitz ( Finix) konnte die alte, original Version verbessern! Einheitsbrei!

  11. #6136
    dani-books-SysOp mit Monsterallergie Avatar von Jano
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    Hat die alten Bonbonfarben Corben selbst so gemacht/gewollt? Haben die eine besondere Relevanz für die Handlung? Ansonsten wirken die eher so, als ob da jemand gerade Photoshop neu bekommen hatte und Farbverläufe ausprobieren wollte. Finde durchaus nachvollziehbar, warum die überarbeitet wurden.

  12. #6137
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    Zitat Zitat von Jano Beitrag anzeigen
    Hat die alten Bonbonfarben Corben selbst so gemacht/gewollt? Haben die eine besondere Relevanz für die Handlung? Ansonsten wirken die eher so, als ob da jemand gerade Photoshop neu bekommen hatte und Farbverläufe ausprobieren wollte. Finde durchaus nachvollziehbar, warum die überarbeitet wurden.

    Boahhh Jano, das ist Deiner Jugend geschuldet. Du bist von den Sehgewohnheiten schon massgeschneidert worden im Realismus Zwang. Klar hat das Corben selbst gemacht oder so gewollt. Das ist ja genau Seine grosse Kunst bevor das ganze Rechner Gedöns kam! Dieser Handwerker war seiner Zeit weit voraus!

  13. #6138
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    Nix Photoshop, Mega Künstler! Guckst Du bei Heritage
    Geändert von jellyman71 (Gestern um 00:10 Uhr)

  14. #6139
    dani-books-SysOp mit Monsterallergie Avatar von Jano
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    Scheint wohl so zu sein, hier steht was dazu: https://muuta.net/wp/articles/coloring-corben/ und https://muuta.net/wp/synopsis/son-of-mutant-world/

    Ändert aber nichts daran, dass das sicher nicht "einfach so" gemacht wurde, gerade wenn das die Tochter übernommen hat. Zumal ursprünglich nur die ersten beiden Episoden koloriert erschienen sind.

    In der Kickstarter-Kampagne, durch die das vorliegende Buch entstand, heißt es:

    The undergrounds were never known for their quality of printing and Son of Mutant World was no exception. The paper for the color edition soaked up ink like a paper towel and the color came out too dark, obscuring much of the detail in Richard's art. The black-and-white halftones in the last three episodes suffered from the same effect.

    To make up for the printing sins of the past, Richard hired his daughter, Beth Corben Reed, an artist in her own right, to color Son of Mutant World all over again. Beth has been coloring her father's work for a few years now. The result is the first English-language presentation of Son of Mutant World the way Richard wants it to be remembered.
    Das ist also durchaus so von ihm gewollt und die neue Version war für ihn die definitive Fassung. Wem die alten Farben besser gefallen, kann ja zur alten Ausgabe greifen. (Ähnlich wie bei Don Rosa, wo es auch Leute gibt, die sich über neue Farben und neue Übersetzung aufregen, obwohl die von ihm so gewollt sind. )

    (Und nein, ich hab nichts mit dem Buch zu tun und noch nie was von dem Menschen gelesen ... aber man muss sich ja nicht immer aus Prinzip über alles aufregen, ohne die Hintergründe zu hinterfragen. Dass nie alles allen gefallen wird, ist ja eh klar.)

  15. #6140
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Ich finde beide Varianten schön (deshalb habe ich auch beide noch hier), finde die neue wirkt aber eher wie aus einem Guss, bei der alten Farbgebung sind oft von Seite zu Seite oder von Panel zu Panel harte Brüche drin, wo ich mich manchmal frage, wo das andere "Hintergrundlicht" jetzt plötzlich herkommt. Wenn ein Tag/Nacht Wechsel stattfindet ist das ja nachvollziehbar, aber nicht mitten in einem Dialog.
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  16. #6141
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Batman: Legenden des Dunklen Ritters - Venom



    Im Rahmen der „Legenden des Dunklen Ritters“ sind ab Ende der 1980er Jahre frühe Geschichten aus dem Leben des Mitternachtsdetektivs erschienen. Das waren zu Anfang meist 5-teiler und die wenigen, die ich bislang davon sichten durfte (Morrisons „Gothic“ und „Der Schamane“) waren erste Sahne, deshalb freue ich mich später auf „Prey“ in der Batman Graphic Novel Collection von Eaglemoss, jetzt steht aber erstmal „Venom“ an.

    Schon auf den ersten Seiten geht es hochdramatisch zu, wenn es Batman nicht gelingt die kleine Sissy vor dem Ertrinken zu retten. Das Leben eines Kindes, einfach so dahingerafft. Schicksal? Oder doch des Unvermögens des dunklen Ritters geschuldet? Für ihn natürlich Letzteres, und so macht er sich, von Selbstzweifeln zerfressen auf, um dem Alleinerziehenden Vater die Schreckensbotschaft zu überbringen. Der ist seines Zeichens Chemiker und erschafft Designer-Drogen, die, je nach Zusammensetzung, ihrem Konsumenten ganz besondere Fähigkeiten verleihen. Diese hochwirksamen Mittelchen waren auch der Grund für die Entführung seiner Tochter.


    Bruce, noch immer unfähig mit Schuld und Verlust klarzukommen, beschließt letztendlich, dass ihm ein derartiges Versagen wie bei der kleinen Sissy nicht nochmal widerfahren darf, und greift zu dem Nervengift, welches ihm vermeintlich Kraft, Stärke und Geschwindigkeit verleiht, doch was macht es noch mit ihm, dieses… Venom?

    Starkes Psychogramm, verpackt in eine spannende und abwechslungsreiche Story, die uns Bruce/Bats an eine Vielzahl optisch reizvoller Locations begleiten lässt. Die Zeichnungen von Trevor von Eeden und Russell Braun wissen sowieso insgesamt zu gefallen und Dennis O’Neil schreibt die Story um das erste Auftauchen der Substanz „Venom“, die uns später noch „Bane“ bescheren sollte, wirklich stark und straff. Erneut eine fesselnde „Legende des Dunklen Ritters“.

    8/10

    VG, God_W.
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  17. #6142
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    Lustiges Taschenbuch Classic Edition - Die Comics von Carl Barks 4



    Der vierte Band der Barks Classic Edition startet mit einem der vielen gelungenen Beiträge zur Weihnachtszeit, die der Meister einst geschaffen hat, auch wenn er selbst gar nicht so viel mit dem Fest der Liebe anfangen konnte. Nach „Die Mutprobe“ und einigen Einseitern folgt ein ganzer Schwung humorvoller Geschichten, die Krümelchen und mir allesamt mächtig Spaß gemacht haben. „Überraschung“, „Jagdfieber“ (leider im Druck nicht immer ideal), „Eine Schreckensnacht“ und „Die Wette“ verbreiten allesamt gute Laune ohne Ende, bevor uns die Jagd nach dem „Letzten Moribundus“ auf den schwarzen Kontinent führt, und diesen Duft von Abenteuer verströmt.

    Danach folgen einige eher typische „Donald versagt auf ganzer Linie“-Gerschichten, die zwar lustige Passagen haben, aber nicht immer zünden. Ganz anders „Das Gespenst von Duckenburgh“, ein stimmungsvoller Knüller sondergleichen, und das nicht nur, weil ich großer Schottlandfan bin! Weiter geht es dann im Wechsel zwischen spaßigen Durchschnittsgeschichten und einigen Beiträgen, die sich etwas tiefer ins Gedächtnis graben. Genannt seien da die recht abgedrehte Astronautengeschichte um das „Wettrennen zum Mond“, die Küstenwache-Spionagestory oder auch die äußerst gelungene Western-Comedy mit Donald als „Sherriff von Bullet Valley“. Mit dem „Goldenen Weihnachtsbaum“ gibt es auch hinten raus nochmal einen Klassiker, den wir aus den beiden Weihnachtsbänden schon kannten, aber den lesen wir immer wieder gerne.

    Man kann schon sagen, dass die Hitdichte unter den Stories merklich steigt und uns der Band von den bisherigen deutlich am besten gefallen hat. Das bedeutet wir bleiben weiter dran und freuen uns auf die kommenden Ausgaben.

    7,5-8/10

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  18. #6143
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    Superman Erde 1 Band 1
    Das stand jetzt schon viele Jahre im Regal und endlich hab ich mich ran gewagt. Den Anfang fand ich ein wenig holprig, aber dann ging es eigentlich. Nur muss ich ehrlich sagen, dass ich die originale Origin schon besser finde. Vor allem dass Jonathan Clark den Superman Namen gibt, fand ich ganz schön cringe. Ansonsten gefällt mir die Charakterisierung von Clark schon recht gut. Zeichnerisch ist das natürlich alles absolut Bombe, da gibt's gar nichts auszusetzen. Band 2 und 3 hab ich auch hier, mal sehen wann ich dazu komme.

  19. #6144
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    Zurück bei der Fledermaus…

    Batman wird gejagt (Batman Graphic Novel Collection)



    Prey – so der Originaltitel – vereint die Hefte #11-15 der „Legends of the Dark Knight“-Reihe. Weshalb Eaglemoss diesen bescheuerten neuen Titel gewählt hat wird wohl deren Geheimnis bleiben. Sei es drum, das ändert nichts an der Tatsache, dass der Band ein absolutes Brett ist.

    Schon mit den ersten Panels nimmt mich Zeichner Paul Gulacy gefangen. Dick wie Schmieröl trieft die Sünde und Verkommenheit Gothams geradezu von den Seiten. Die realistisch gehaltenen, stimmungsvollen Bilder fangen die Atmosphäre einer heruntergekommenen Stadt am Rande der Selbstzerstörung perfekt ein. An jeder Ecke lauern zwielichtige Gestalten und werden krumme Geschäfte gemacht. Ein einsamer Ritter muss da schon zu eindrücklichen Mitteln greifen, um wenigstens hier und da einen kleinen Erfolg gegen das Verbrechen verbuchen zu können. Das macht es dem Psychologen Doktor Hugo Strange umso einfacher den Mann im Fledermauskostüm als psychotischen Vigilanten hinzustellen, bei der Polizei und in den Medien zu verunglimpfen und so eine wahre Hexenjagd loszutreten, eine Jagd mit Batman als - Beute.

    Wie bei den Bond-Filmen leben auch die Batman Comics oft von der Stärke ihrer Bösewichte und der, selbst mit der ein oder anderen Geisteskrankheit ausgestattete, Dr. Strange ist dafür ein Paradebeispiel. Der Wahnsinnige, der sich als äußerst intelligent darzustellen vermag ist ein 1A Widersacher, einfach weil er ungemein gefährlich ist. Doug Moench ist als Autor einfach eine Bank und so gelingt es ihm sowohl den Wahnsinnigen Strange perfekt in Szene zu setzen, als auch die Psyche Batmans, die ja leider alles andere als auf geraden Spuren läuft, sonst wäre Strange ja die Verunglimpfung des Dunklen Ritters nicht so leichtgefallen, treffend zu beleuchten. Dazu kommt eine sexy athletische Catwoman, heiß wie Frittenfett, ein cooles Batmobil-Design und nicht zuletzt eine ordentliche Grundhärte, die den ernsten Charakter der Story unterstützt. So muss ein (nahezu) perfekter Batman-Comic für mich aussehen!

    9/10

    VG, God_W.
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

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